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VolksBildungsVerein Hofheim am Taunus e.V.
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Reise 2013: Niederrhein

 

Römer, Kirchen und Gärten am Niederrhein

 

Die Landschaft am Niederrhein gehört nicht zu den bekannten touristischen Zielen Deutschlands. Doch die Gruppe des VolksBildungsVereins, die sie vom 16. bis zum 18. April 2013 besuchte, war beeindruckt von der Fülle der kulturellen Kleinodien.

Am Dienstagmittag bewunderten die Besucher aus Hofheim zuerst das spätromanische Quirinusmünster in Neuss, das sowohl von der Bauweise als auch von der Ausstattung her sehr an den Limburger Dom erinnert. Während Reiseleiter Thomas Huth hier erklären konnte, warum die barock wirkenden Kleeblattfenster trotzdem reine Romanik sind, konnte selbst er beim Kybele Heiligtum nur Vermutungen äußern.

Diese römische Hinterlassenschaft, in einer ruhigen Wohngegend von Neuss gelegen, bleibt ein Rätsel.

Die Museumsinsel Hombroich nahe Neuss soll nach dem Wunsch ihres Stifters Natur und Kunst verbinden. Allerdings ist auch die friedlich und ursprünglich wirkende Auenlandschaft künstlich angelegt, wird von Gärtnern gepflegt und durch Pumpwerke be- bzw. entwässert.

Nachdem sich alle in der Cafeteria gestärkt hatten, führten zwei aktive Künstler (auch das entspricht dem Wunsch des Stifters) durch das Gelände.

Die Gebäude, scheinbar zufällig in die Landschaft gestellt, zeigen moderne und antike Kunst, sind aber auch für sich allein schon ein Kunstwerk.

Im Geburtshaus von Konrad Duden in Wesel, das in ein komfortables Hotel umgebaut wurde, fand die Gruppe ihr Domizil für die folgenden zwei Nächte.

Wesel ist, wie fast alle Städte am Niederrhein, im Krieg völlig zerstört worden. So war es zu verschmerzen, dass die knappe Zeit keinen Besuch der Innenstadt zuließ.

Im leichten Nieselregen, der die Melancholie der flachen Landschaft mit dem weiten Horizont unterstrich, ging die Fahrt am Mittwochmorgen nach Anholt.

Das Wasserschloss, bis heute im Besitz der Fürsten von Salm-Salm, beherbergt eine unglaublich reiche Gemäldesammlung, u.a. mit Bildern von Rembrandt, Lucas Cranach und Murillo.

Nach der Schlossbesichtigung schien passend für die Mittagspause in Kleve wieder die Sonne. Aus Kleve kommt die Legende vom Schwanenritter, die Wagner dann im „Lohengrin“ weltberühmt gemacht hat. Deshalb findet man nicht nur im Wappen der Fürsten von Kleve, sondern überall in der Stadt den Schwan. Als Wandschmuck, stilisierte Sitzbank und modernen Brunnen, der die Geschichte ironisch erzählt.

Auch Kleve hat im Krieg gelitten. Doch die wunderbaren Gartenanlagen, die Prinz Johann Moritz von Nassau-Siegen anlegen ließ, sind glücklicherweise ebenso wie das Kurhaus wieder hergestellt. Bis 1914 war Kleve ein bekannter und gut besuchter Kurort. Doch dann versiegte die Quelle und die Stadt versank in der Bedeutungslosigkeit.

Kalkar ist bekannt durch den nicht gebauten „Schnellen Brüter“, neu war vielen Reiseteilnehmern, dass die Stadt im Mittelalter eine reiche Handelsstadt war.

Davon zeugen heute noch der Marktplatz und vor allem die Pfarrkirche mit ihren überwältigenden Schnitzaltären. Die Fülle der kunstvoll geschnitzten Figuren und biblischen Szenen beeindruckte alle.

Am Rückreisetag zeigte sich der Himmel in Xanten griechisch blau, leider wehte dazu ein nordisch kalter Wind. So suchte die Gruppe beim Spaziergang durch den Archäologischen Park immer wieder Schutz hinter den spärlichen Mauern.

Auf dem Gebiet der ehemaligen Römersiedlung sind zwar nicht viele Originalausgrabungen zu sehen, aber durch die Rekonstruktionen lässt sich die Abmessung dieser auf dem Reißbrett geplanten Stadt gut erkennen.

Das mittelalterliche Xanten hatte seinen Mittelpunkt im Viktordom, der sich durch eine Domfreiheit von der übrigen Stadt abgrenzt. Auch diese gotische Kirche, die in diesem Jahr den 750. Jahrestag ihrer Grundsteinlegung feiert, enthält eine Fülle von wundervollen Altären. Ungewöhnlicher Höhepunkt ist der goldene Reliquienaltar.

Letzte Station war wieder ein Garten: Der Terrassengarten des Klosters Kamp.

Nachdem Friedrich II ihn gesehen hatte, ließ er den Garten von Sanssouci nach diesem Vorbild gestalten.

Bereichert um die Erkenntnis, dass auch vermeintlich langweilige Landschaften und Städte sehr interessant sein können, kehrte die Gruppe am Donnerstagabend nach Hofheim zurück.

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