Hochleistungssport als Geschäftsmodell
Schneller, höher, weiter…
Viele machen mit, vom Vereinstrainer über den Doping-Arzt bis zum Verbandsfunktionär. Dieses Verhalten ist Wasser auf die Mühlen derjenigen, die das Funktionärstum anprangern. Hinzu kommt, dass die Fernsehanstalten mit Allgegenwärtigkeit sekundieren. Ist es naiv zu vermuten, dass es hier um die Wahrung von eigenen Interessen geht?
Hat diese Gesellschaft die Leistungssportler, die sie verdient, oder gibt es Wege aus diesem Dilemma?
Kaum zu glauben ist auch, dass etliche Dopingkontrolleure ihre Anreise zu den Spielen tatsächlich selbst finanzieren, als sei es ein Wald- und Wiesensportfest, während die Olympia-Funktionäre bevorzugt First-Class fliegen, üppige Tagespauschalen einstreichen und in einem Luxusresort logieren.
Moderation:
Ansgar Kemmann, Hofheim, Leiter des Bundeswettbewerbs “Jugend debattiert” bei der gemeinnützigen Hertie-Stiftung Frankfurt a.M.
Impulsvortrag:
Sven Laforce war mehr als zwei Jahrzehnte Doping-Kontrolleur, wie z.B. bei der Fußballweltmeisterschaft oder bei Olympischen Sommer- und Winterspielen. Er ist zur Ansicht gekommen, dass Kontrollen erwartbar und damit nutzlos sind. Außerdem vertritt er die These, dass Kontrollplaner durch Sportmediziner und Trainingswissenschaftler ersetzt werden sollten, oder z.B. Verfahren eingeführt werden sollten, bei denen nur ein einziger Blutstropfen für einen Test ausreicht.
Eintritt: Abendkasse: 10,00 EUR
Vorverkauf im VBV-Büro, 8,00 EUR Mitglieder /10,00 EUR Nichtmitglieder